WASSERGENOSSENSCHAFT GRAMASTETTEN
Wir liefern Mühlviertler Quellwasser!

23.2. Stresstest der Wasserversorgung beim Brand des ARCUS

Der Brand im ARCUS-Wohnheim am Schmiedberg hat einen Großeinsatz der Feuerwehren ausgelöst. Einsätze dieser Art sind auch ein Härte- und Funktionstest für die Wasserversorgung. Für die Brandbekämpfung waren etwas mehr als 300 Kubikmeter Löschwasser erforderlich. Über drei Hydranten konnte ausreichend Wasser aus dem Netz der Wassergenossenschaft bereit gestellt werden. Wäre der Brand vor mehr als 3 Jahren ausgebrochen, hätte die Löschwasserversorgung erhebliche Probleme bereitet. Im Nahbereich des ARCUS-Wohnheims stand bis 2013 nur ein Hydrant zu Verfügung. Dieser hätte wegen seiner geringen Durchflussleistung die nötige Wassermenge nicht liefern können.

Ernstfälle, wie dieser Brand, zeigen, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit der Feuerwehr, der Gemeinde und des Wasserversorgers ist. Die Analyse der Schwachstellen, die Ausarbeitung eines Konzepts und die konsequente Umsetzung von Investitonen haben die Löschwasserversorung in den letzten Jahren entscheidend verbessert.

Die wichtigsten Maßnahmen waren:

  • 2005: Erstellung eines Hydrantenkonzepts
  • 2009: Ringschluss der Hauptleitungen in der Linzerstraße; neuer Hydrant bei der Einmündung der Kapellenstraße
  • 2010: neue Transportleitung von Eidenberg nach Gramastetten, damit genügend Fernwasser nach Gramastetten geliefert werden kann
  • 2010: neue, leistungsfähigere Anspeisung des Bezirkssenionenheims; 2 neue Hydranten beim Heim
  • 2011 bis 2013: Errichtung einer neuen Hauptleitung vom Hochbehälter über den Kreuzweg und die Thomanstraße bis zum Schmiedberg und nach Lichtenhag: 3 neue Hydranten (Thomanstraße, Schmiedberg, Tischlerei Hofer)
  • 2014: Einbindung der 3. Hauptleitung in den Hochbehälter, Verlängerung von der Hubertuskapelle bis zum Betriebsgebäude
  • 2014: Errichtung eines neuen Oberflurhydranten beim Spar im Zuge der Erneuerung der Hauptleitung in der Marktstraße

Der Stresstest der Löschwasserversorgung ist insgesamt gut ausgefallen:

  • Der Hochbehälter war beim Ausbruch des Brands mit 600 m³ komplett gefüllt. Durch den großen Wasserbedarf kam es verreinzelt zu Unterdrücken im Netz, die Drucksteigerungsanlage im Hochbehälter meldete mehrmals "Wassermangel". Schaden litt nach derzeitigem Stand nur der Hauptwasserzähler, der der großen Durchflussbelastung nicht standgehalten hat.
  • Die Feuerwehr hat in vorbildlicher Weise die Wassergenossenschaft vom Brand und dem voraussichtlich hohen Wasserbedarf verständig. Obmann und Wasserwart konnten jedoch nicht aus dem Schlaf gerissen werden. So musste unser Ehrenobman Johann Madlmayr in den Nachteinsatz. Er hat dafür gesorgt, dass die Behälter nicht leer wurden, indem er noch in der Nacht Fernwasser zugeleitet hat.

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Gramastetten

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