WASSERGENOSSENSCHAFT GRAMASTETTEN
Wir liefern Mühlviertler Quellwasser!

6.6. und 30.9. Knifflige Fehlersuche und Reparatur

Wenn eine neue Leitung nicht dicht ist, bedeutet das zunächst einmal Ärger. Wenn diese Leitung 100 m lang und 1,5 bis 3 Meter unter der Erde liegt, dann ist schon die Lokalisierung des Lecks eine besondere Herausforderung. Auch die Reparatur ist nicht ohne!

Seit dem Jahr 2013 wurden intensive Anstrengungen unternommen, die Quellschutzgebiete auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Um die steigenden Wassermassen bei Starkregengüssen besser von den Quellen fernhalten zu können, wurde ein neuer leistungsfähiger Ableitungskanal für die Regenwässer errichtet. Bei einer Dichtheitsprüfung des bestehenden Kanals durch das Schutzgebiet hat der 1972 errichtete Kanal aus Steinzeugrohren dem Druck des Absperrballons nicht mehr standgehalten und auch die gefoderten Dichtheitswerte nicht mehr erreicht.

Nach einem Gespräch mit dem Grundbesitzer hat die Wassergenossenschaft deshalb beschlossen, den 100 m langen Regenwasserkanal mit einem Durchmesser von 300 mm durchgehend zu erneuern. Obwohl der neue Kanal sehr sorgfältig gebaut wurde und ein hochwertiges Rohr verwendet wurde, erreichte er bei der Druckprüfung gerade nicht die vorgeschriebenen Dichtheitswerte.

Der neue Kanal wurde daher zunächst einmal mit einer Videokamera inspiziert. Die Bilder waren perfekt, es konnten keine Mängel festgestellt werden. Nach einer anfänglichen Ratlosigkeit, wie das Leck gefunden werden könnte, wurde die Prüfung mit Gas überlegt. Einige Spezialisten für diese Prüfung waren aber mit dem großen Leitungsdurchmesser überfordert.

In Zusammenarbeit der Firmen Leyrer & Graf, die die Füllung der Prüfstrecke mit Helium und die Ortung des austretenden Gases übernahmen, und der RTI Austria GmbH als Altenberg, die den entsprechenden Absperrballone und Pumpen bereitstellte, wurde eine eingebaute Doppelmuffe als Leckstelle identifiziert.

Damit kam das nächste Problem, weil genau dort die Kanalüberdeckung besonders hoch und die Einbaulage extrem schwierig war. Der Ausbau und die Neuverlegung der Doppelmuffe wäre nicht nur aufwändig gewesen, auch das Fehlerrisiko bei Tausch der Muffe wurde hoch eingeschätzt.

2016 Gas Schnueffler

2016 Leckstelle

2016 Quabus

2016 Packer mit Kurzinliner

So mussten die nächsten Spezialisten anrücken. Nach einer Reinigung des Kanals durch die Freiwillige Feuerwehr Gramastetten dichtete die Fa. Quabus aus Steyregg am 30.9. die Schadstelle mit einem kurzen Inliner ab. Dabei wurde in mit Kunstharz getränkter Glasfaserschlauch auf einen Packer (aufblasbarer Träger) gewickelt und an der Schadstelle mit Druckluft aufgeblasen. Das Glasfasergewebe wurde an die Rohrwand angedrückt und das Harz härtete aus. Dicht!? (Hoffentlich, denn die neuerliche Druckprüfung steht noch aus).

 

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