WASSERGENOSSENSCHAFT GRAMASTETTEN
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8.9. Moderne Steuerungs- und Überwachungstechnik für den Übergabeschacht

Der Übergabeschacht in Eidenberg ist ein Schlüsselbauwerk für die Versorgungssicherheit der Wassergenossenschaft. In diesem Bauwerk wird bei Bedarf Trinkwasser des Fernwasserverbands in die Transportleitungen der Wassergenossenschaft eingespeist. Gleichzeitig ist der Schacht ein wichtiger Knotenpunkt der Quellenfassungen in Eidenberg, weil alle Quellen (Hinterleithen, Stiftswald, Eder) in diesem Punkt zusammengeleitet werden. Die Technik für die Steuerung des Fernwasserbezugs und für die Überwachung der Quellen wurde am 7. September erneuert und am 8. September endgültig in Betrieb genommen.

2017 Uebergabeschacht

Seit 2003 wurde die Einspeisung des Fernwassers über eine GSM-Anlage mit Hilfe von SMS-Kommandos gesteuert. Um die laufend aufgezeicheten Zustands- und Steuerungsdaten auslesen zu können, musste man sich über ein FAX-/Datenmodem einwählen und mühsam die Werte im Gerät auslesen. 15 Jahre hat die alte Anlage ihren Dienst mehr oder weniger zuverlässig erfüllt. Heute ist diese Technik aber veraltet. Zuletzt konnte keine stabile Verbindung mehr über das Telefon aufgebaut werden. Um die Daten auslesen zu können, war es notwendig mit einem Notebook in den Schacht einzusteigen und das Steuergerät mittels Kabel mit dem Computer zu verbinden.

Es war also an der Zeit, die Technik zu erneuern und dabei auf eine zeitgemäße Datenübertragung zu setzen.

Kern der Steuerung und Datenaufzeichnung ist nun ein kompaktes Steuermodul (Z-GPRS3 von Seneca) mit 6 Dateneingängen für digitale Kontakte und analoge Messwerte (z.B. Batteriespannung der Photovoltaik-Anlage). Zusätzlich verfügt das Garät uber 2 Ausgangsschalter.Über diese Ausgänge werden der Fernwasserbezug und die Stromversorgung der Datenübertragung ein- und ausgeschaltet.

Die Übertragung der Daten vom Steuergerät von und zum zentralen Server beim Hochbehälter wird über das Mobilfunknetz mittels eines robusten LTE-Industriemodems (Smartflex von Advantech) sichergestellt. Zur Reduktion des Stromverbrauchs geht das Modem zwischendurch in einen Schlafmodus. Wenn Daten übertragen werden oder ein Alarm ausgelöst wird, ist es aber in kürzester Zeit wieder hellwach. Die Daten werden direkt an den Rechner der Wassergenossenschaft übertragen und automatisch importiert. Die aktuellen Daten stehen damit unmittelbar bzw. mit sehr geringer Zeitverzögerung für die Anlagenüberwachung und Steuerung zur Verfügung.

Video T25

Eine wesentliche Verbesserung der neuen Technik stellt die Videoüberwachung dar. Sie hat sich bei den Wimmerquellen in den letzten Jahren besonders bewährt. Denn in Kombination mit einem starken LED-Licht liefern die Kameras klare Bilder, auf denen man kleinste Wassertrübungen sofort erkennen kann. Bei Extremniederschlägen kann man daher rascher reagieren und sicherheitshalber die Quellen vom Netz nehmen. Für die Videokameras bedeutet die hohe Feuchtigkeit im Schacht eine besondere Herausforderung. Gewöhnliche "Outdoor"-Kameras sind bereits nach wenigen Monaten innen nass. Deshalb wurde auch für den Übergabeschacht auf ein Modell (AXIS P1214E) gesetzt, bei dem nur der wasserdichte Kamerakopf der hohen Feuchtigkeit ausgesetzt ist, während der eigentliche Kamerakörper im trockenen Schaltschrank eingebaut ist.

Sämtliche Komponenten wurden in Eigenleistung eingebaut und programmiert.

Spannend wird es noch im Spätherbst bei Nebellagen. Da wird sich nämlich zeigen, ob die Photovoltaik-Anlage genügend Energie für den Dauerbetrieb der neuen Technik liefert.

2017 T25 neueTechnik

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