WASSERGENOSSENSCHAFT GRAMASTETTEN
Wir liefern Mühlviertler Quellwasser!

Station 1 Deckung des Wasserbedarfs

Angebot und Nachfrage

Zum Standort: (Lageplan, Luftbild)

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Sie befinden sich hier über einem Schacht der Wassergenossenschaft Gramastetten, in dem Wasser mehrerer Quellgebiete zusammengefasst und Richtung Gramastetten weitergeleitet wird. Im Mai 2003 wurde hier eine Transportleitung des "Wasserverbandes Fernwasserversorgung Mühlviertel" eingespeist, um den Bedarf von Gramastetten langfristig decken zu können.

Station 1.1 - Trinkwasser kommt aus der Leitung!

Der tägliche Wasserverbrauch

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Für den Konsumenten ist die Wasserversorgung eine einfache und selbstverständliche Sache: Trinkwasser kommt mit einer guten Qualität in beliebiger Menge und zu jeder Tages- und Nachtzeit aus der Wasserleitung. Wenn es einmal nicht so ist, reagiert der Verbraucher meist verärgert, da seine Lebensqualität stark beeinträchtigt ist, wenn die Leitung keinen Tropfen hergibt.

Der durchschnittliche Wasserbedarf pro Kopf beträgt rund 120 Liter täglich. Nur ein Bruchteil davon wird zum Trinken benötigt, den größten Teil verschlingen die täglichen Bedürfnisse wie WC, Dusche, Bad und das Waschen.

Der Spitzenbedarf eines Verbrauchers kann bis zum Hundertfachen über dem Durchschnittsverbrauch liegen, etwa dann, wenn Schwimmbecken gefüllt werden. Denn selbst kleine Becken fassen mehrere tausend Liter Wasser.

Station 1.2 - Wie Wasser in die Leitung kommt

Die Wassergewinnung

Wasser wird auf verschiedene Arten erschlossen:

Oberflächenwasser etwa kann als Regenwasser gewonnen werden, oder es kann Flusswasser und Wasser aus natürlichen oder künstlichen Seen gefasst werden. Für Trinkwasser kommt Regenwasser oder Wasser aus Flüssen wegen der Verunreinigung nicht in Frage. Auch die Fassung von Wasser aus Seen oder Staubecken ist in Österreich selten.

Dagegen ist die Nutzung von Grundwasser für die Trinkwasserversorgung sehr verbreitet. Während bei Brunnen das Grundwasser aus dem Boden gepumpt wird, nutzt man bei Quellen das natürlich aus dem Boden austretende Wasser.

Brunnen für größere Wasserversorgungsanlagen sind vor allem in Gebieten zu finden, wo ein gut durchlässiger Untergrund - etwa grober Schotter - von Grundwasserströmen durchflossen ist. Derartige Gebiete sind im Mühlviertel am Abbruch zum Donautal kaum zu finden. Deshalb kann die WG Gramastetten ausschließlich Quellen für die Trinkwasserversorgung nutzen.

Station 1.3 - Die Natur tanzt nicht nach unserer Pfeife

Zulauf und Verbrauch

Niederschlag Zulauf Verbrauch

Wenn wir Quellen für unsere Trinkwasserversorgung fassen, so wünschen wir uns natürlich, dass uns das Wasser in bester Qualität immer zur Verfügung steht. Etwa in Trockenzeiten benötigen wir besonders viel Wasser.

Freilich: Quellen tanzen nicht nach unserer Pfeife. Ihre Schüttung (Ergiebigkeit) schwankt und lässt sich von uns nicht regeln. Je mehr es regnet und je mehr in den Boden einsickern kann, desto mehr Wasser kann - zeitlich um ein paar Wochen versetzt - eine Quelle liefern. Bei starken Gewitterregen kann weniger Wasser in den Untergrund eindringen als bei einem länger anhaltenden Landregen.

Wichtig für die Ergiebigkeit der Quellen ist, dass wir die Bodenoberfläche nicht versiegeln. Denn dann kann das Wasser nur mehr oberflächlich abfließen, statt zu versickern. Das Zupflastern, Asphaltieren, Drainagieren von großen Flächen beeinflusst also den Wasserhaushalt im Boden zum Nachteil der Quellen.

Übrigens muss auch bei Brunnen dafür gesorgt sein, dass nicht mehr Wasser entnommen wird, als unterirdisch zufließen kann, weil sonst der Grundwasserspiegel immer mehr absinkt.

Station 1.4 - Weitblick ist das Geheimnis!

Lösungen für die Zukunft

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Kein Mensch auf der Welt kann vorhersagen, an welchem Tag im Jahr die Nachfrage der Verbraucher am höchsten ist und ob an diesem Tag auch die Schüttung der Quellen hoch ist oder nicht.

Daher muss eine Quellwasserversorgung so ausgelegt werden, dass auch nach längerer Trockenheit der Bedarf gedeckt werden kann.

Für die Verantwortlichen einer Wasserversorgung bedeutet dies, sich nicht auf den Zufall zu verlassen, sondern die künftige Entwicklung des Bedarfs abzuschätzen und dazu die Quellschüttungen laufend zu beobachten.

Wenn einmal die Schüttung der Quellen drastisch zurückgeht, hilft nur große Sparsamkeit der Verbraucher, um einen Zusammenbruch der Wasserversorgung vermeiden zu können.

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